7 Tipps, um das Rating zu verbessern

Durch diese Maßnahmen verbessern Sie Ihre Kennzahlen!

VON DIRK OLIVER HALLER

Nutzen Sie Ihre Kreditlinien aus. Im Schnitt sollten Sie jedoch maximal 80 Prozent ausschöpfen und die Linie nicht überziehen. Ist das im Alltagsgeschäft dann doch einmal nötig, sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrer Bank. Und erläutern Sie wie und bis wann sie wieder unterhalb der roten Linien sein wollen. Hilfreich ist dabei die Liquidität vorausschauend zu planen. Dabei sollten Sie erwartete Ein- und Auszahlungen gegenüberstellen.

Controlling ist Pflicht. Bedenken Sie: Spätestens, wenn Ihre Bank Planwerte mit tatsächlich erreichten Ist-Zahlen vergleicht, zeigt sich, was Ihre Planungen wert sind. Niemand erwartet hier, dass die Zahlen hinter dem Komma exakt sind – aber die Richtung muss stimmen. Erläutern Sie Gründe für Abweichungen und welche Maßnahmen Sie zum Gegensteuern eingeleitet haben. Eine offene und transparente Informationspolitik stärkt das Vertrauensverhältnis – gerade in unruhigen Zeiten.

Gewähren Sie Blicke hinter die Kulissen. Informieren Sie Ihre Bank unaufgefordert und regelmäßig über wirtschaftliche Entwicklungen Ihres Unternehmens und des Marktes. Legen Sie aktuelle Jahresabschlüsse vor und quartalsweise betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA). Darüber hinaus sollten Sie Abweichungen anschaulich erklären können. Etwa wieso Personalkosten gestiegen sind – weil Sie einen neuen Betriebsleiter eingestellt haben und die Stelle so lange doppelt besetzt ist, bis der Vorgänger in Ruhestand geht. Oder: Die Warenbestände hoch sind, weil Sie bei einem Sonderverkauf zugegriffen haben, um sich günstige Halbfertigwaren zu sichern.

Die Banken von Anfang an mit ins Boot holen!
Informieren Sie die Banken, sobald Sie in Schieflage geraten!

 

 

 

 

 

Reden Sie frühzeitig über Probleme. Banken mögen keine bösen Überraschungen. Bezahlt ein Kunde Sie nicht, weil er Mängel reklamiert oder können Sie nicht liefern, weil es Verzug auf einer Großbaustelle gibt? Dann informieren Sie Ihren Banker frühzeitig über diese Umstände – und nicht erst im Jahresgespräch. Auch, um mit ihm unterjährig zu diskutieren, wie er helfen kann. Etwa um mögliche Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Offenes Ende vermeiden: Besonders bei Investitionen kann eine teure Anschlussfinanzierung Geld kosten – ja Unternehmen existenziell bedrohen. Als Faustregel gilt: Eigenkapital plus das langfristige Fremdkapital auf der Passivseite der Bilanz muss mindestens genauso hoch sein, wie das Anlagevermögen auf der Aktivseite, besser etwas höher. Ist diese Kennzahl kleiner eins, ist ein Teil des Anlagevermögens (zu) kurzfristig finanziert. Banken sind heute offen für Umfinanzierungen. Nutzen Sie das und wandeln Sie kurzfristige Kredite in langfristige Darlehen um. Förderbanken unterstützen diesen Prozess, beispielsweise mit Akutkrediten. Sie übernehmen einen Teil des Kreditrisikos, was die Finanzierung erleichtert.

Finanzbedarf ankündigen. Sprechen Sie Monate im Voraus mit Ihrer Bank, wenn Sie investieren wollen oder größerer Projekte anstehen. Denn oft dauert es Wochen bis Sie tatsächlich über das Geld verfügen können. Die Unterlagen müssen geprüft und bankintern aufbereitet werden, der Antrag muss durch Gremien, Sicherheiten müssen bestellt und das gesamte Vertragswerk geregelt werden. In der Zwischenzeit sind Rechnungen fällig. Entweder Sie vertrösten Lieferanten, was sich negativ auf Ihre Auskünfte auswirkt. Oder Sie nutzen Finetrading, um einen adäquaten Finanzierungsmix herzustellen. Der Warenkredit schont ihre Kreditlinie (bei der Bank), die Sie für große Investitionen nutzen können.

Eigenkapitalquote stärken. Sie ist die wichtigste Kennzahl für die Bank. Und so können Sie diese Quote erhöhen: Lassen Sie Gewinne im Unternehmen stehen (thesaurieren), reduzieren Sie Entnahmen bzw. Ausschüttungen, erhöhen Sie (Privat-)Einlagen, nehmen Sie (stille) Teilhaber (Mezzanine) auf und beteiligen Sie Mitarbeiter. Auch Sale-and-lease-back von Anlagevermögen (an Leasing-Gesellschaft verkaufen und zurückmieten) ist ein Weg, um die EK-Quote zu verbessern.

Finanzierung ohne Bank auf dem Vormarsch

Dauerbrenner Kreditklemme:
Finanzierung ohne Bank auf dem Vormarsch
VON DIRK OLIVER HALLER

„Die Kreditvergabe liegt immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2007/8“, schreibt dieser Tage Professor Bert Rürup an seine Leser. Der Chefökonom des Handelsblatts analysiert das Verhalten der EZB und erkennt, dass weder der Anstieg der Verbraucherpreise, noch eine belebte Kreditvergaben der Geschäftsbanken im Euroraum die Kerninflation wesentlich vorantreiben.
Dieser Politik, der Verschiebung des Ausstiegs aus ihrer ultraleichten Geldpolitik, schaut der Mittelstand nicht mehr zu. Vorstände und Geschäftsführer deutscher Firmen – viele davon sind in Privatbesitz und familienkontrolliert – suchen und finden Alternativen: Bankenunabhängige Finanzierungen wie Finetrading, Leasing oder Factoring sind längst auf dem Vormarsch.
Für Mittelständler ist Liquiditätssicherung eine ständige Aufgabe. Von liquiden Mitteln, wie Guthaben und nicht ausgeschöpfte Kreditlinien, müssen sie Kredite, Steuern und Abgaben bezahlen – und wollen überdies womöglich Wachstum finanzieren.

Finanzstrategie ist zwingend

Eine knackige Finanzstrategie ist also von Nöten. Und die ist unter ständiger Beobachtung. Sie muss immer wieder neu gedacht und bewertet werden. In der Folge haben Unternehmer heute eine deutlich komplexere Aufgabe vor sich, wenn sie über ihre Firmenfinanzierung nachdenken, als noch vor zehn Jahren.
Offensichtlich ist auch: Wer sich mit Krediten Luft verschaffen muss, hat es häufig schwerer als früher. In einem disruptiven Umfeld sind Banken restriktiver, wie Rürup bestätigt. Für klassische Kredite verlangen sie Sicherheiten, die sie dann auch noch unterschiedlich bewerten. Vor allem Unternehmen mit schlechteren Ratings haben dadurch Probleme, günstige Konditionen abzugreifen. Zudem eröffnet die Digitalisierung neue Wege zu Kapitalgebern und Investoren.

Die Zukunft heißt Kooperation

Der Markt bewegt sich. Das erkennen auch Banken. Deshalb arbeiten immer mehr mit den neuen Marktspielern zusammen. Von solchen Kooperationen erhoffen sich beiden Seiten Dynamik: Die Fintechs schätzen die Sicherheit der klassischen Kreditinstitute. Die Banken wollen von der Innovationskraft der Alternativen profitieren.
Laut GFT-Studie kooperieren mehr als die Hälfte von ihnen (57 Prozent) mit Firmen wie interFin  oder sorgen im eigenen Laden dafür, dass digitale Projekte entstehen. Eine Umfrage der TU Darmstadt bestätigt einen Vorstoß in den Mittelstand. Dreiviertel der befragten Finanzentscheider aus mittelständischen Industriefirmen gaben an, dass sie für kurzfristige Kredite alternative Anbieter in Betracht ziehen.
Ein paar Fakten zur Marktlage: 249 Millionen Euro wurden 2015 über online Plattformen abgerechnet. Wobei der deutsche Kreditmarkt in Summe etwa 125 Milliarden Euro beträgt. Immerhin 5,4 Milliarden Euro liefen über alle möglichen alternativen Finanzierungsformen – wie etwa Finetrading.

Alternative Finanzierungsformen gewinnen immer mehr an Bedeutung
Längst sind die Banken nicht mehr die einzigen Anlaufstellen, wenn es um die Finanzierung mittelständischer Unternehmen geht.

Die gängigsten Irrtümer zum Finetrading

Wir räumen auf: Mit den gängigsten Irrtümern zum Finetrading

Finetrading kommt aus Großbritannien und ist im angelsächsischen Raum weit verbreitet. Seit einigen Jahren ist die Alternative zum Kredit auch in Deutschland angekommen. Doch wie es oft bei importierten Dienstleistungen ist, verbreiten sich Irrtümer rasant. Unsere Liste räumt mit Fake News zum Thema Finetrading auf.

Irrtum: Finetrading ist kompliziert.
Richtig ist:
Finetrading ist ein schlichter Warenkredit. Sie als Kunde sagen dem Finetrader, welche Ware Sie zu welchem Preis bei welchem Lieferanten kaufen möchten. Sie sind Chef im Ring. Der Finetrader kauft bei Ihrem Lieferanten und verkauft direkt an Sie weiter. Das war´s.

Irrtum: Finetrading ist teuer.
Richtig ist:
Wer sein Zahlungsziel komplett ausnutzt, den erwarten höhere Gebühren als Frühzahler. Wer hingegen vorzeitigig an den Finetrader zahlt – und bei seinem Lieferanten statt langem Zahlungsziel ein hohes Skonto vereinbart – kann richtig Geld sparen. Finetrading kann dann sogar günstiger sein als ein Bankkredit.

Irrtum: In Zeiten der Niedrigzinsen bekomme ich immer Geld von meiner Bank.
Richtig ist:
Das wissen nur Sie. Aber mit Finetrading schonen Sie Ihre Kreditlinie bei der Hausbank. Somit können Sie diese für größere Investitionen nutzen. Finetrading ist eine ideale Ergänzung im Finanzierungsmix, weil Sie Ihre Bank nicht wegen kurzfristiger KK-Überschreitungen beanspruchen müssen.

Irrtum: Finetrading ist nur für Firmen, die kurz vor der Pleite stehen.
Richtig ist:
Finetrader wie die Deutsche Finetrading AG haben etlichen Firmen geholfen, bei denen ein Insolvenzverfahren drohte oder eröffnet wurde. Es gibt viele Beispiele, bei denen die in Schieflage geratenen Firmen durch Einsatz von Finetrading ihre Werte bei der Creditreform nachhaltig verbessert haben.

Irrtum: Ich muss mich zwischen Bankkredit und Finetrading entscheiden.
Richtig ist:
Finetrading ist eine Alternative. Sie ist Teil eines gesunden Finanzierungsmix, der aus Darlehen, Kontokorrentkredit, Leasing und Factoring bestehen kann.

Irrtum: Finetrader wollen Sicherheiten, wie eine Bank.
Richtig ist:
Der Finetrader prüft Ihre Bonität, wie jede Bank – aber wir entscheiden schneller. Uns reichen Auskünfte der Kreditversicherer und aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen sowie die jüngsten Bilanzen. Dafür wollen wir keine Grundschuld oder Bürgschaft.

Irrtum: Die Ware muss über Deutschland speditiert werden.
Richtig ist:
Finetrading ist ein Streckengeschäft. Wenn Sie etwa in China eine Maschine kaufen, können Sie diese direkt nach Südafrika liefern lassen. Ohne, dass die Fracht zu irgendeinem Zeitpunkt in Deutschland sein muss.

Irrtum: Bei Finetrading verliere ich Garantieansprüche.
Richtig ist:
Der Finetrader tritt alle Gewährleistungs- und Garantieansprüche direkt an Sie als Kunden ab. Die Ware gehört dem Finetrader nur eine symbolische Sekunde lang. Danach sind Sie Eigentümer der georderten Ware. Mit allen Rechten und Pflichten.

Irrtum: Wenn ich fine trade, kann ich nicht mit dem Lieferanten verhandeln.
Richtig ist:
Sie können viel besser mit Ihrem Lieferanten verhandeln. Mit Finetrading werden Sie zum Sofortzahler. Das verbessert Ihre Verhandlungsposition deutlich. Viele Finetrade-Kunden haben dadurch höherer Rabatte erzielt und ihre Kredit-Bewertung verbessert.

Ergänzung zum Bankkredit

Die Finanzbranche befindet sich im Umbruch. KMUs stehen vor der Herausforderung neben Ihrer Hausbank noch weitere Finanzierungssäulen zu integrieren. Finetrading kann eine sinnvolle Ergänzung zum Bankkredit sein.

Hierbei tritt der Finetrader als Zwischenfinanzierer in das Handelsgeschäft ein. Bei der Einkaufsfinanzierung handelt der Kunde wie gewohnt die Konditionen mit dem Lieferanten aus, die Rechnung stellt der Lieferant jedoch an den Finetrader.  Der Finetrader zahlt die Rechnung des Lieferanten umgehend, der Kunde erhält ein verlängertes Zahlungsziel von in der Regel 120 Tagen.

Beantragen Sie online Ihren Finanzierungsrahmen: www.interfin.de

 

Säule im Finanzierungsmix
Finetrading, Alternative zum Bankkredit

Interessanter Bericht in der aktuellen FLF – Finanzierung – Leasing – Factoring

Fintechs – vom harten Wettbewerber zum ergänzenden Kooperationspartner

Einsatzmöglichkeiten am Beispiel von Online-Finetrading

 

Die klassische Finanzdienstleistungsbranche steht vor enormen Herausforderungen verbunden mit tiefgreifenden technologischen Umbrüchen. Etliche Finanzdienstleister bangen um ihr angestammtes Geschäftsmodell, das ihnen technologieaffine Fintech-Unternehmen streitig machen. Rund 87 Prozent deutscher Banken kooperieren mit Fintech-Unternehmen, ergab eine Umfrage des Bundesfinanzministeriums. Welche Wachstums- und Marktchancen sich daraus ergeben – insbesondere am Beispiel von Online-Finetrading – beschreibt dieser Beitrag.
Quelle: FLF 3/2017, Autor: Michael Sudahl

Mittelstandsfinanzierung 4.0

Finanzierung im Digitalisierungszeitalter

Das deutsche Finanzsystem befindet sich in einem Umbruch. Dies hat zur Folge, dass alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding, Online Lending, Finetrading und andere Finanzierungsformen zunehmend an Bedeutung gewinnen und die Mittelstandsfinanzierung erheblich verändern werden.

Auch wenn Banken weiterhin eine wichtige Rolle spielen: Die Hausbank wird bei der Unternehmensfinanzierung nicht mehr für alles Sorge tragen können und der Mittelstand sich in Zukunft auch unabhängig von Banken finanzieren müssen. Laut der Europäischen Zentralbank befinden sich die Kreditbewilligungen in der EU auf einem absteigenden Ast. Wurden im Jahr 2007 noch über 270 Mrd. Euro an Unternehmen vergeben, schrumpfte das Kreditvolumen im Jahr 2015 auf weniger als die Hälfte.

Die Business-Breakfast-Veranstaltungsreihe der DFT Deutsche Finetrading AG „Mittelstandsfinanzierung 4.0“ wird sich insbesondere den folgenden Fragen widmen:

Wie ändert sich die Rolle der Hausbank in Zeiten der Digitalisierung?
Wie sieht die Mittelstandsfinanzierung 4.0 aus?

Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie auf der Veranstaltung der DFT gemeinsam mit Vertretern der Finanzierungs- und Beratungspraxis sowie Lösungsanbietern über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven für die bankenunabhängige Finanzierung von mittelständischen Unternehmen.

Freuen Sie sich auf folgende Referenten:

Dr. Daniel Bartsch (Geschäftsführer, creditshelf GmbH)
Friedrich Hubel (Geschäftsführer, Lendico Deutschland GmbH)
Oliver Schmid (Geschäftsführer, iwoca Deutschland GmbH)
Dirk Oliver Haller (Vorstand, DFT Deutsche Finetrading AG)

Aktuell sind Veranstaltungen in folgenden Städten fest terminiert:

Hamburg, 17. Mai 2017
Frankfurt, 23. Mai 2017
Düsseldorf, 20. Juni 2017
Berlin, 21. Juni 2017

Beginn jeweils 8:30 Uhr. Gastgeber ist unser Partner Taylor Wessing.

Anmeldung und weitere Details hier.

Online-Finetrading: Kurzfristig Spielraum ohne Bank

Durch verlängerte Zahlungsziele können sich Handwerker kurzfristig einen finanziellen Vorteil verschaffen. Der Finetrader finanziert sich dabei aus dem Skonto.

Von Michael Sudahl

Neugierig tippt Cornelia Blechschmidt die Buchstaben ein und landet auf einer Homepage der Deutschen Finetrading AG (DFT). “InterFin” ist der Seitentitel, der schnelles Geld verspricht. Zumindest für Gewerbetreibende, die bei ihrer Hausbank ans Kredit-Limit stoßen, es nicht komplett ausreizen wollen – oder einfach kurzfristig nach einer alternativen Finanzierung suchen.

Innerhalb von Minuten legen Handwerker wie die Ehefrau des Heizungsbauers Steffen Blechschmidt aus dem schwäbischen Waiblingen auf dem Portal einen Lieferanten an und laden das zu finanzierende Angebote hoch. Das können etwa Heizkörper sein oder Werkzeuge – alles unterhalb von 20.000 Euro Finanzierungsvolumen. Denn das ist der maximale Spielraum, den die InterFin gewährt. Wobei ein Mindestbestellwert von 500 Euro netto gegeben sein muss.

Zusage binnen weniger Stunden

Für die Bonitätsprüfung muss Cornelia Blechschmidt lediglich ihre Steuer- sowie ihr Handelsregisternummer angeben. Bei positiver Einschätzung hat die Buchhalterin des Kleinbetriebes binnen weniger Stunden die Finanzierungszusage im E-Mailpostfach. Danach kann sie den Deal über den Finetrader abwickeln.

Finetrading ähnelt dem Factoring. Doch statt Rechnungen zu verkaufen, wie beim Factoring üblich, und innerhalb von zwei Tagen Geld auf dem Konto zu sehen, bedeutet Finetrading ein verlängertes Zahlungsziel. “Im Beispiel würden wir als Zwischenhändler auftreten”, erklärt DFT-Vorstand Dirk Oliver Haller. In dieser Funktion würde sein Unternehmen die Heizkörper beim Lieferanten kaufen und direkt an den Installationsbetrieb veräußern. Der Handwerker bezahlt allerdings erst nach 30, 60, 90, 120 oder 150 Tagen.

Dabei finanziert sich der Finetrader aus dem Skonto, das der Heizkörper-Hersteller gewährt. Wobei er einen Teil davon an den Installateur weiter gibt, wenn dieser schnell bezahlt. Reizt er hingegen die maximalen 150 Tage Zahlungsziel aus, kann es teuer werden. “Geht das Geld hingegen nach 120 Tagen bei uns ein, kostet die Finanzierung nur 0,4 Prozent vom Rechnungswert”, wie Haller verdeutlicht. Bei 10.000 Euro Einkaufsvolumen wären das 39,50 Euro.

Alternative Finanzierungsformen
interFin: Finetrading für Handwerker

Die Online-Plattform belohnt schnelles Bezahlen

Schafft es der Handwerker, noch früher zu bezahlen, sinken die Finanzierungskosten weiter. Überweist er innerhalb von 30 Tagen, behält InterFin 0,61 Prozent vom Rechnungsbetrag. Der Installateur bekäme 2,39 Prozent von ursprünglich 3,0 Prozent Skonto vergütet. Was im konstruierten Fall 239,38 Euro entspricht. Somit bonifiziert die Online-Plattform schnelles Begleichen offener Rechnungen.

Finetrading als Finanzierungsmittel alternativ zur Hausbank gibt es schon länger. Nun ist dem Marktführer mit interFin ein Portal gelungen, das als “Fintech”-Produkt zur schnellen Kreditalternative auch für kleine Beträge taugt. Die Wortkreation aus “Finanzen und Technik” steht ansonsten vor allem für Start-ups, die die bisherige Bankenlandschaft ins Wanken bringen. Ein Vorteil ist, dass beim Finetrading Betriebe keine Vermögenswerte als Sicherheiten an die Bank abtreten müssen. “Damit unterscheidet es sich wesentlich vom Leasing”, wie Cornelia Blechschmidt erkennt. Da bleibt die Bank immer Eigentümer der geleasten Maschine oder des Fahrzeugs.

Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung

 

Online-Start-ups für den Mittelstand

Die Zahl an FinTech-Unternehmen wächst rasant an. Nachdem vor allem Verbraucher im Fokus der frischen Finanz-Technologie-Firmen standen, rücken nun Mittelständler in den Fokus. Die Poduktion hat sich bei den Anbietern umgeschaut.

Online-Finetrading

interFin.de ist eine Website, die von der Deutschen Finetrading AG betrieben wird. Vorstand Dirk Oliver Haller zielt mit dem Angebot auf Gewerbetreibende, die das Kreditlimit ihrer Bank schonen wollen. Vorfinanziert werden von der Plattform Beschaffungsvolumen zwischen 500 und 20.000 Euro. Auch hier läuft die Bonitätsprüfung und das Einreichen der Lieferanten-Rechnungen online. Industriekunden müssen lediglich die Handelsregister- sowie die Steuernummer hinterlegen.

Innerhalb von 48 Stunden entscheidet InterFin, ob der Deal zustande kommt. Die besten Konditionen erzielen Finetrading-Kunden, wenn sie die gekauften Waren binnen 120 Tagen bezahlen. Wer das maximale Zahlungsziel von 150 Tagen ausreizt, muss höhere Kosten in Kauf nehmen. Los geht’s bei InterFin mit einer Gebühr von 0,63 Prozent pro Transaktion. Wer diese bucht, wird als Sofortzahler eingestuft und kann gegebenenfalls den Einkaufspreis runterhandeln.

Online-Factoring

decimo.de ist ein Anbieter, der sich auf Online-Factoring spezialisiert hat. Firmen können beim Berliner FinTech Rechnung von 50 bis 50.000 Euro einreichen. „Nach kurzer Prüfung ist das Geld innerhalb von 24 Stunden überwiesen“, verdeutlicht Gründer Andreas Dubrow den schnellen Prozess. Wobei der durchschnittliche Rechnungsbetrag bei rund 1000 Euro liegt. Decimo erhebt mindestens 2,9 Prozent Gebühr vom Rechnungsbetrag (netto).

Online abgewickelt, können Rechnungen eingereicht werden, die bis in 60 Tagen beglichen sein sollen. Länger Zahlungsziele müssen separat ausgehandelt werden, so der Seitenbetreiber. Gestartet 2014 mit einer Bankenlizenz erzielt das junge Unternehmen aktuell einen Außenumsatz von sechs Millionen Euro.

Crowdfinanzierung

kapilendo.de vermittelt Firmen Kredite von 30.000 bis 2,5 Millionen Euro – online und ohne Bank. Dabei setzt der Berliner Finanzierer auf eine professionelle Firmendarstellung via Video. Dieses stellt Kapilendo auf einen virtuellen Kreditmarktplatz. Firma und Verwendungszweck des gewünschten Kredits erzielen so Aufmerksamkeit bei Geldgebern, verspricht das FinTech. Überzeugt das Vorhaben genügend Investoren und ist es vollständig vorfinanziert, sei das Geld binnen Tagen auf dem Konto. Tilgung und Zins laufen dann wie beim Bankkredit: konstante Raten bis Laufzeitende.

Zinssätze starten bei 2,49 Prozent. Bekannt geworden ist die Plattform für Crowdfinanzierung durch das Fan-Projekt des Fußballvereins Hertha BSC. Das durchschnittliche Kreditvolumen beträgt eine Viertelmillion Euro. 30 Projekte wurden bislang finanziert.

Online Kurzkredit

Creditshelf.com ist eine Plattform für unbesicherte Kredite ab 100.000 bis 2,5 Millionen Euro – bei einer Laufzeit von einem bis zwölf Monaten. Bei der Alternative zum Bankkredit wird das Vorhaben einem geschlossen Kreis vorgestellt, der aus mehr als 100 Investoren besteht. Abgewickelt wird über einen Online-Marktplatz. Innerhalb von 24 Stunden gibt’s Rückmeldung zum Vorhaben, verspricht das Frankfurter FinTech.

Nach Prüfung durch Analysten bieten die Investoren in einer geschlossenen Auktion um die Finanzierung des Projekts. Die zinsgünstigsten Gebote bekommen den Zuschlag. Mitmachen können Mittelständler ab einem Jahresumsatz von 2,5 Millionen Euro. 2017 soll das arrangierte Kreditvolumen mehr als 100 Millionen Euro betragen.

Online-Kredit-Vergleich

Fintura.de ist ein Kredit-Checker für Mittelständler. Wer seine Daten (Finanzierungsvolumen, Laufzeit,…) eintippt, hat binnen 15 Minuten einen Konditionenvergleich. Zusagen liegen innerhalb von 72 Stunden vor, wirbt das Portal aus Frankfurt. Los geht’s ab 10.000 Euro Kreditvolumen mit 0,99 Prozent-Finanzierungs-Kosten. Die Obergrenze liegt bei zehn Millionen Euro. Finanziert wird fast alles: Betriebsmittel, Maschinen, Fuhrpark, Gewerbeimmobilien sogar Umschuldungen seien möglich. Geld verdient Fintura über Vermittlungsprovisionen seiner rund 40 Partnerbanken. Somit arbeitet das FinTech ähnlich einem Makler.

Quelle: produktion.de

Fintech für Firmen: Online-Einkaufsfinanzierung mit Finetrading

interFin bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen bankenunabhängige Online-Finanzierung des Wareneinkaufs

 

Trotz anhaltender Niedrigzinsen ist es für kleine und mittelständische Unternehmen oft schwierig, ihren Wareneinkauf flexibel und günstig zu finanzieren. So zeigen unabhängige Studien wie das KMU-Banken-Barometer 2016: Vor allem kleinere Betriebe berichten immer häufiger über eine Verschlechterung ihrer Finanzierungssituation. Grund dafür ist die immer restriktiver werdende Kreditvergabe von Banken, die angesichts rückläufiger Erträge und bürokratischer Regulierung ihr Geschäft mit Gewerbekrediten zurückfahren.

Finanzierungsrahmen mit wenigen Eingaben online einrichten

Mit einem Online-Finanzierungsangebot für den Wareneinkauf, das sich speziell an kleinere und mittelständische Unternehmen richtet, eröffnet die InterFin GmbH einen Ausweg aus der Finanzierungsklemme. Unternehmen können bei interFin eine Finanzierungslinie einrichten, über die ähnlich wie bei einem Kontokorrentkredit Wareneinkäufe über einen Zeitraum von jeweils bis zu 150 Tagen flexibel finanziert werden können. Das Beantragen der Finanzierungslinie ist denkbar einfach: Unternehmen brauchen auf der interFin-Website (www.interfin.de) nur ihre Firmendaten, den Ansprechpartner und das gewünschte Finanzierungslimit eingeben. Innerhalb weniger Tage erfolgt dann nach positiver Bonitätsprüfung die Freischaltung.

Die Finanzierungskosten werden pro Transaktion in Abhängigkeit vom Umsatzvolumen berechnet. Die interFin GmbH tritt dabei nicht als Kreditgeber, sondern als Zwischenhändler auf, indem sie die Ware vom Lieferanten erwirbt und direkt an den Abnehmer weiterveräußert. Geliefert wird hingegen wie gewohnt direkt vom Lieferanten an den Abnehmer. Als Finanzierungsinstrument dient das Zahlungsziel: Während interFin die Rechnung des Lieferanten sofort begleicht, wird dem Abnehmer innerhalb der Finanzierungslinie ein Zahlungsziel vom maximal 150 Tagen gewährt. Diese effektive Form der Handelsfinanzierung wird als Finetrading bezeichnet. „Auf diese Weise können Unternehmen gegenüber ihren Lieferanten als Sofortzahler auftreten und Skonto in Anspruch nehmen, während durch die Finetrading-Finanzierung der Zeitraum bis zur Erzielung von Umsatzerlösen überbrückt werden kann“, erläutert Dirk Oliver Haller, Gründer und Geschäftsführer der interFin GmbH.

Langjährige Expertise in Handel und Finetrading

Der innovative Online-Finanzierungsanbieter ist kein unerfahrenes Fintech-Startup, sondern kann auf langjährige Expertise in Handel und Finanzierung zurückgreifen. Die interFin GmbH ist Teil der in Ladbergen bei Münster ansässigen Haller-Unternehmensgruppe, zu der auch die DFT Deutsche Finetrading AG zählt, die schon seit Jahren Import- und Exportgeschäfte für Kunden in rund 30 Ländern finanziert. „Mit unserer über Generationen gewachsenen Erfahrung im Handels- und Finanzierungsgeschäft verfügen wir über das Know-how, um unseren Finanzierungskunden eine wirklich ausgereifte und funktionierende Lösung bieten zu können“, sagt Dirk Oliver Haller, der die Geschicke der familiengeführten Unternehmensgruppe bereits in dritter Generation leitet, und ergänzt: „Mit unserem Online-Finanzierungsangebot sprechen wir gezielt kleine und mittelgroße Unternehmen an, die eine unkomplizierte und schnelle Lösung für ihre Einkaufsfinanzierung suchen.“

Mehr Informationen zur DFT AG: www.dft-ag.de